Vereinsgeschichte



2020/2021

Aktivitäten in Deutschland:

• Erweiterung des Vereinsspektrums um das Waldgartenprojekt (www.waldgartenprojekt.de) als Pilotprojekt zur Förderung regenerativer Landwirtschaft und Waldgärten.

• Ausarbeitung eines visionären 10 Jahresplans, um das Projekt als Bildungs-, Forschungs- und Referenzprojekt zu etablieren

• Anbahnung eines Grundstückkaufs in Rehfelde bei Berlin

• Schreiben diverser Anträge für Fördergelder und Ausrichtung eines Symposiums

• Planung und Design des zu etablierenden Waldgartens und Beginn der Umsetzung

• Weiterbildung der Mitglieder durch Schulungen und Austausch

• Beginn der Planung eines reproduzierbaren, ökologischen Plus-Energie Hauses im Senegal, in Zusammenarbeit mit dem senegalesischen Verein Diappal Gaayi https://www.buildingcommunityroots.com

• Mitgliederversammlung (virtuell)

Aktivitäten im Senegal:

• Projektaufenthalt mit etlichen Freiwilligen aus Deutschland und Frankreich, die auch nach Abreise der deutschen Vereinsmitglieder für mehrere Monate im Garten bleiben und weiterarbeiten

• Vergrößerung der Anbaufläche im Garten

• Erneute Erweiterung der PV-Stromversorgung

• Erneute Vertiefung des Brunnens, langwieriges Einsetzen eines neuen Zementrings

• Neuberechnung und -planung des Wassersystems, Verbesserung des Sprinkler- und Bewässerungssystems, Einbau eines Filtersystems

• Verwendung und Test der Trocken-Trenntoilette

• Beginn der Herstellung von Bienenkästen

• Workshop zu und Bau eines Müllverbrennungsofens sowie eines solaren Tunneltrockners in Toubab Dialau, Nord-Senegal

• Herstellung von Salben und Cremes, Neueröffnung der kleinen Apotheke

• Produktion von nachhaltigen Pflanztüten aus Bambus & Verwendung von gebrauchten Materialien, beispielsweise Tetrapacks

• Networking

• Sammeln wilder Samen im Wald für die Baumschule, weiterer Ausbau der Baumschule mit traditionellen Medizinal- und Obstbäumen

• Unser Müllofen findet weitere Nachahmer: im Nachbardorf ist ein baugleiches Modell nach unserem Vorbild entstanden

• Interviews mit Radio KFFM

• Sammeln, Trocknen und Verarbeiten von diversen Medizinalpflanzen

• Führungen durch den Projektgarten

• Coronabedingt werden die Hygienestandards im Projekt nochmals verbessert; wir versuchen, Hygiene- und Abstandsregeln in der Umgebung zu etablieren.


2019

Aktivitäten in Deutschland:

• Teilnahme am Rixdorfer Weihnachtsmarkt: Vorbereitung, Produktion und Verkauf von themenbezogenen Weihnachtsartikeln durch ehrenamtliche Helfer; Öffentlichkeitsarbeit

• Newsletterversand

• Recherche über nachhaltige und kompostierbare Verpackungen

• Test von Produktionsverfahren zur Herstellung von Kapseln und Tabletten

• Radio Interview „Radio Frankfurt Oder“

• Vorträge zu Permakultur und natürlicher Medizin auf dem Festival „Wilde Möhre“

Aktivitäten im Senegal:

• Projektaufenthalt mit Unterstützung vieler Freiwilliger

• Fertigstellung und Inbetriebnahme der Trocken-Trenntoilette. Unser Prototyp wurde adaptiert und als 3 Kabinen-Variante in einem Kinderheim in Ostafrika vom Verein pamoja-africa.org errichtet

• Schwieriger und langwieriger Bau eines neuen Brunnens

• Wartungsarbeiten und Instandhaltung des Projektgartens

• Bau eines neuen Dachs inklusive Dachstuhl

• Planung, Entwurf und Bau eines neuen, verbesserten, großen solaren Tunneltrockners, in Bauart und Material reproduzierbar im Senegal

• Neue Verkabelung des großen Hauses inkl. neuem Wechselrichter und 220-Volt-Steckdosen

• Erweiterung der Photovoltaikanlage

• Verbesserung des Sprinkler- und Bewässerungssystems

• Beschäftigung neuer Mitarbeiter*Innen und Aushilfskräfte

• Kleiner Workshop zur Herstellung von Ablegern am Baum

• Auslieferung von Jungpflanzen

2018

Aktivitäten in Deutschland:

• Teilnahme am Rixdorfer Weihnachtsmarkt: Vorbereitung, Produktion und Verkauf von themenbezogenen Weihnachtsartikeln durch ehrenamtliche Helfer; Öffentlichkeitsarbeit

Aktivitäten im Senegal:

• Projektaufenthalt des Vereinsmitglieds J.H.: zusammen mit einem Team Freiwilliger erfolgen

• Planung, Design und Bau einer Trocken-Trenntoilette angepasst an Klima und kulturelle Begebenheiten für „Hocker und Washer“; hierbei handelt es sich um ein Pilotprojekt zur Demonstration

• Verwendet werden im Sinne von Upcycling Altreifen für Fundament und Treppen sowie alte Flaschen als Glasbausteine

• Erstellung der Baupläne, damit dieses Gebäude von anderen nachgebaut werden kann

• Ernte, Trocknung und Verarbeitung von Heil und Nahrungspflanzen aus dem Garten

• Verbesserung des Workflows bei der Verarbeitung der Pflanzen

• Etliche Führungen durch den Projektgarten, Demonstration des Permakulturgartens und des Lehrpfades zu erneuerbaren Energien

• 3 themenbezogene Radiointerviews des freien Rundfunks Erfurt in unserem Projektgarten

• Anzucht, Pflege, Ernte von Pflanzen in der Baumschule und im Heilpflanzengarten


2016/2017

Wir besuchten das nordsenegalesischen Krankenhaus “Kirr Massa”, welches eine umfassende Abteilung natürlicher Medizin besitzt. Ein Jahreshöhepunkt 2016 war sicherlich die Vorbereitung und Organisation der „Permacultur Convention“ in Kafountine. Ein Beispiel der tollen Zusammenarbeit unterschiedlicher Organisationen der Region. Wir waren mit einem Stand zu natürlicher Medizin und solarer Trocknung vertreten und haben Workshops so wie Führungen durch den Projektgarten angeboten. Im Garten konnte das solar betriebene Bewässerungssystem implementiert und die Baumschule angelegt werden. Ein weiterer wichtiger Schritt war der Umbau eines Hauses auf dem Jama-Rekk Gelände zu einer Apotheke und Produktionsstätte. Unsere Bibliothek wurde erweitert und einige Volontäre und Praktikant*Innen konnten ihren Aufenthalt erfolgreich absolvieren.

In Deutschland ist 2016 auch einiges passiert: Wir haben einige Projektanträge erfolgreich eingereicht und Spenden einsammeln können. Wir haben uns weiter vernetzt und natürlich wieder unseren Stand auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt betrieben. 2017 konnten wir unsere Projekte wie die Apotheke oder die Baumschule ausbauen. Jens war mit mehreren Freiwilligen im Jama-Rekk-Garten und hat etliche Projekte weiter vorangebracht: Es wurde ein neuer Brunnen gegraben, Schilder und eine verbesserte Gliederung des Lehrpfades eingerichtet und etliche Führungen gehalten und neue Kontakte geknüpft. In Deutschland wurden ebenso Kontakte geknüpft oder vertieft. Es fand ein Gespräch mit dem senegalesischen Botschafter in Deutschland statt, seiner Exzellenz Herrn Gaye. Wir haben unsere Vereinsarbeit bei Soned e.V. vorgestellt und Vereinsmitglieder haben die Zertifizierung PDC1 (Permakultur Design Kurs) erlangt.

2014/2015
Wir haben von der Hans-Böckler-Stiftung eine neue solare Wasserpumpe teilfinanziert bekommen, die restliche Finanzierung wird über Privatspenden gedeckt. Herzlichen Dank! Jens und Markus renovieren im Frühjahr die gesamte Elektroinstallation im Garten und bauen die neue solare Wasserpumpe ein. Die Zusammenarbeit mit ArtOasis und der Satang Jabang Mädchenschule wurden vertieft, dort ist mittlerweile ein prächtiger tropischer Heilpflanzengarten nach unserem Vorbild entstanden. Für die Schule bauen wir zusammen mit einer örtlichen Schreinerei 3 solare Tunneltrockner. Der Verein richtet sich noch stärker zum Thema Nachhaltigkeit aus – unser Heilpflanzengarten soll zukünftig zu einer Art Projektgarten werden zur Nutzung auch für Partnerorganisationen. Wir arbeiten an der Finanzierung für den serienreifen Bau mehrerer Kastentrockner für die Mädchenschule und andere Interessierte. Wir erfahren weiter Unterstützung durch die Menschen von Green Desert, vielen Dank! In Deutschland nehmen wir an mehreren Fortbildungen zu Fundraising, Permakulturanbau, Projektarbeit und nachhaltiger Sanitärversorgung teil.

2013/2014
Im Jama-Rek-Garten werden auf diversen Gebäuden des Gartens Photovoltaik-Anlagen installiert, die mit der diesjährigen Versorgungsfahrt von Antje und Lars in den Garten gebracht worden sind. Die Anlage ermöglicht Abendbeleuchtung, das Laden von Elektrogeräten, das Abspielen von Musik und anderen elektronischen Komfort. Der Heilpflanzengarten wurde räumlich vom restlichen Gelände mit einer niedrigen Mauer abgetrennt, die auch als Sitzgelegenheit für größere Gruppen dienen kann. Um den Aspekt der Umwelt- und Ressourcenschonung voranzubringen, wird ein Müllverbrennungsofen gebaut. Die Zusammenarbeit mit Artoasis und Oustas wird mit Verträgen offiziell geregelt, in denen der Verein seinen Partnern langfristige Perspektiven schafft. Das Klang- & Tanzhaus unterstützt den Verein mit den Überschüssen seines Sommerfestivals, herzlichen Dank! Im Winter besuchen Vereinsmitglieder Seminare der German Toilet Organization (GTO) und der Stiftung Nord-Süd-Brücken.

Die Kooperation mit Green Dessert e.V. wird ausgebaut und etliche Neumitglieder bringen neuen Elan und Ideen in den Verein. Es entstehen Arbeitsgruppen, die sich um Förderanträge oder die Homepage kümmern; regelmäßige Arbeitstreffen finden nun in Berlin statt. Die Zielsetzung, die Arbeit und das Aufgabenverständnis des Vereins erweitern sich und so verfolgen wir unsere Ziele nun auch verstärkt in Deutschland und Europa. Wie selbstverständlich kristallisiert sich eine Art neues Vereins-Motto heraus: „Bildung. Gesundheit. Menschenrechte. Überallhin!“

2012/2013
Die diesjährige Versorgungsfahrt in den Jama-Rek-Garten unternehmen Anja und Thomas. Anja initiiert in der Folge eine Zusammenarbeit mit dem Prinzessinnengarten in Berlin auf dem Tempelhofer Feld, wo ein Schaubeet des Vereins mit Artemisia annua entsteht.

Im Jama-Rek-Garten wird in der zweiten Hütte eine massive Tür eingebaut und eine bauliche Verbindung zwischen dem Gärtnerhaus und dem Sarsarale-Raum geschaffen. Die Art zu gärtnern wurde im Garten auf Methoden der Permakultur umgestellt, was auf lange Sicht ressourcenschonender ist. In diesem Zusammenhang wurde die Kooperation mit Artoasis gesucht, die auf Systeme der Permakultur spezialisiert sind. Unser langjähriger Gärtner und Freund Mactar hatte seine Position im Garten aufgegeben, um für sich und seine Familie ein Leben in Deutschland aufzubauen. Sein Nachfolger wird Oustas, der dem Verein seit vielen Jahren bekannt ist – wir sind froh, ihn als Gärtner gewonnen zu haben. In Berlin findet die zweite Mitgliederversammlung satt, an deren Ende ein neu aufgestellter Vorstand die Arbeit aufnimmt.

2011/2012
Die erste Mitgliederversammlung nach der Gründungssitzung in Heidelberg findet Ende März in Witzenhausen statt. Christina Boye und Christina Davis schreiben in Zusammenarbeit mit dem Verein über ihre botanischen Versuche im Jama-Rek-Garten jeweils eine Bachelorarbeit über die Anbaubedingungen von Artemisia annua in Westafrika. Der Forschungsaufenthalt fand interessanterweise streckenweise zur Regenzeit statt. Im September 2012 findet ein weiteres Treffen in Berlin statt, u.a. mit einem Wiki-Workshop. Zu Werbe- und Spendenzwecken bedruckt der Verein im Siebdruckverfahren fair gehandelte und ökologisch hergestellte Jutebeutel. Bei der Gesellschaft für nachhaltige Entwicklung (GNE) in Witzenhausen entsteht in handwerklichem Eigenbau eine solarthermische Anlage, die irgendwann ihren Weg in den Garten finden soll. Während des Zusammenbaus wird jeder Schritt akribisch dokumentiert, um anhand der so entstehenden Anleitung Workshops in Afrika halten zu können. Im selben Jahr intensivierte sich die Zusammenarbeit mit Green Desert e.V., als Vereinsmitglieder den Workshop von Green Desert e.V. und der Lebenshilfe Werkstatt Seelze „Selbstbau von Kleinwindkraftanlagen“ besuchten. Insgesamt setzt sich der Verein stark mit erneuerbaren Energien und nachhaltigen Konzepten auseinander. Der Musiker Isiah Shaka produziert ein tolles Musikvideo, das in großen Teilen im Jama-Rek-Garten gedreht wird.

2010/2011
In diesem Jahr erhalten Küche und Gemeinschaftshaus Dach und Elektrizität. Eine neue Toilette wird gebaut und das Dach der zweiten Hütte fertiggestellt. Zur Bewältigung der anfallenden Heilkräuterernte wird ein zweiter Solartrockner gebaut. Viele der benötigten Materialien wurden hierzu erneut über eine Versorgungsfahrt in den Garten geschafft.

Wir fahren eine reiche Ernte an Lemongras und Ölpalmfrüchten ein, die zu Öl weiterverarbeitet wurden. Die ersten Zitrusbäume werden angepflanzt. Der Verein kann im Rahmen seiner Bildungsarbeit die Zusammenarbeit mit Dr. Sanjang ausbauen.

2009/2010
Der damalige Projektaufenthalt beginnt mit einer Versorgungsfahrt in den Garten, denn es stehen wieder etliche Bauprojekte auf dem Plan. Zur ökologisch sinnvollen Verarbeitung der Heilkräuter wird ein Solartrockner gebaut und viele weitere Jungpflanzen im Garten ausgebracht, darunter ein hoher Anteil an Artemisia-Setzlingen. An baulichen Einrichtungen im Garten kommen in diesem Jahr das Fundament einer zweiten Hütte hinzu, Küche und Gemeinschaftshaus werden funktionsfähig errichtet.

In Heidelberg wird der Verein amtsgerichtlich in das Vereinsregister eingetragen und erhält ein neues Logo. Mit neuen Flyern und Aufklebern macht der Verein Werbung in eigener Sache mit einem eigenen Stand auf dem Fusion-Festival.

2008/2009
In diesem Jahr findet die erste Bildungsveranstaltung in Jama-Rek-Garten statt: ein mehrtägiges Seminar zum Artemisia-Projekt der Organisation „Anamed“, das von vielen Besuchern aus Europa und Afrika besucht wird. Im Verlauf der Veranstaltung wird die Schaffung eines Heilpflanzen-Gartens auf dem Jama-Rek-Gelände beschlossen und umgesetzt. Die ersten Heilpflanzen werden gepflanzt, die Mangobäume tragen das erste Mal Früchte. Das islamische Opferfest wird mit Freunden und Nachbarn im Garten gefeiert (tabaski) und dem Brauch gemäß eine Ziege geschlachtet.

Für einen noch besseren Schutz vor herumziehenden Haustieren wird der Zaun mit wehrhaften Pflanzen bepflanzt und mit einem Fischernetz versehen. Der Eingang erhielt aus demselben Grund ein stabiles Tor. Jens unternimmt mit Philine und Paula eine weitere Versorgungsfahrt in den Garten.

2005/2006
Im zweiten Projektaufenthalt werden weitere wichtige Einrichtungen im Garten gebaut: eine Toilette, eine Freiluftdusche, für das große Rundhaus werden die Fundamente gelegt und der Rohbau errichtet. Außerdem entstehen das Haus des Gärtners Mactar und ein Lagerhaus, der spätere Sarsarale-Raum. Der Brunnen erhält eine feste Ummauerung.

All dies ist mit gehörigem Aufwand verbunden. Um die Backsteine herzustellen, werden jede Menge LKW-Ladungen Sand, Muscheln und Zement herantransportiert. Für die Dachstühle und Dächer braucht es Balken, Palmholz und Wellblech und natürlich etliches an Schrauben und Nägeln.

Alles, was vor Ort nicht oder nur unangemessen teuer erhältlich ist, muss in Überlandfahrten umständlich in den Senegal geschafft werden. Solche Versorgungsfahrten zu organisieren ist ein großer Aufwand: die Busse werden speziell für die Fahrt angeschafft und ausgestattet. Sie müssen eine mehrere tausend Kilometer lange Fahrt auch durch unwegsames Gelände überstehen, ihrer Besatzung als Unterkunft dienen und große Mengen Material transportieren. Außerdem verlangen manche Länder umständliche und meist teure Zollabfertigungen und am Ende soll das Gefährt ja auch noch möglichst ohne Verlust verkauft werden. In diesem Jahr werden die ersten Pflanzen ausgebracht und der Baum der Reisenden gepflanzt, womit ab diesem Zeitpunkt von einem Garten gesprochen werden kann.

2004/2005
Die Geschichte des Vereins beginnt 2004 mit einer Busreise in den Westen Afrikas und dem Erwerb des Grundstücks für den Jama-Rek-Garten. Das Grundstück liegt zu diesem Zeitpunkt abseits der Wege und muss in mühsamer Handarbeit erschlossen werden. Ein Weg wird in den Busch geschlagen, ein erster Brunnen gebohrt und das Grundstück wird mit einem Zaun zum Schutz vor Ziegen und Kühen umschlossen. Nicht weniger aufwendig ist die Eintragung ins Kataster. Am Ende eines arbeitsreichen Aufenthalts ist alles vorhanden, was man für einen Garten so braucht.

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