“Carbon Farming”

Die Nahrungsmittelproduktion ist mindestens für ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich (Quelle). Das bedeutet also, dass Landwirtschaft, anstatt CO2 durch Anpflanzung zu reduzieren, einer der größten Treibhausgas-Emittenten ist! Die Bodendegradation in jeglicher Form (Dekarbonisierung, Erosion, Desertifikation, chemische Verschmutzung) nimmt weltweit immer noch zu. Dies führt nicht nur zu einer Verschlechterung der Qualität und Quantität der Lebensmittelversorgung, sondern verringert auch den fruchtbaren Boden, die biologische Vielfalt und das einheimische Saatgut.

Wenn sich die landwirtschaftlichen Produktionsmethoden nicht grundlegend ändern, verlieren wir das verbleibende Ackerland und damit auch die Grundlage, die Menschheit weiterhin zu ernähren (Quelle).

Die Anreicherung von Kohlenstoff in Form von Humus ist eine der wenigen Klimaschutzmaßnahmen, die Emissionen nicht nur verhindern, sondern sogar umkehren können (Negativemissionstechnologie). Die Bodenregeneration und damit die Aufnahme großer Mengen CO2 ist ein wichtiger Hebel im globalen Kampf gegen den Klimawandel. „Je größer der Humusanteil im Boden ist, desto mehr Kohlenstoff kann im Boden abgelagert und dort über Jahrtausende gespeichert werden“ (Íñigo Alvarez de Toledo). Mehr Humus bedeutet auch mehr Nährstoffe, bessere Wasseraufnahme und -bindungskapazität – die Grundlage für stabile Erträge und Schutz vor Dürre, Überschwemmungen und Erosion.

Daher spielt die regenerative Landwirtschaft eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Klimawandel! Die globale Wiederaufforstung und Implementierung gesunder Ökosysteme ist der billigste und natürlichste Weg, um CO2 zu reduzieren und unser Klima zu stabilisieren.

Eine eindrückliche Sammlung weiterer Informationen über den Kohlenstoffspeicher Boden findet sich hier.

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