Über Markus

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4. Februar 2018

Zwischenbericht des Projektaufenthaltes

Hallo zusammen,

seit Mitte Januar weilt Jens wieder mal im Projektgarten “Jama Rek”, um bei der Umsetzung einiger größerer Aufgaben zu helfen:

  • Die von den letzten Regenzeiten stark beschädigten Dächer müssen repariert werden
  • Die schon viel zu lange angekündigte Komposttoilette wird nun endlich gebaut
  • Wir wollen uns vergrößern und verhandeln mit den Nachbarn über Zukauf oder Mitnutzung
  • Die solare Wasserpumpe und eine Hütte benötigen zwei zusätzliche Solarmodule

Leider ist nun doch alles viel, viel teurer geworden als das, was wir kalkuliert haben. Alleine die Reparatur des Daches des Rundhauses wird ca. 1200 Euro verschlingen, hinzu kommen die Toilette und die Solarpanele.

Fundament unserer Komposttoilette

Zusätzlich haben wir begonnen, ein Nachbargrundstück zu umzäunen, das wir zukünftig nutzen dürfen – hier wollen wir in größerem Stil Moringa und Artemisia kultivieren. Die Komposttoilette bauen wir extra großzügig, hochwertig und langlebig, damit sie vor allem auch als Demonstrationsobjekt dienen kann. Sie hat zwei “Abteile” und getrennten Kammern für flüssige und feste Hinterlassenschaft, die dann im Sinne der Permakultur nach Aufbereitung  als Bodendünger verwertet werden können.

Erfahrene Leser ahnen schon: angesichts dieser finanziellen Entwicklung möchten wir Euch herzlich um finanzielle Unterstützung bitten! Alle Möglichkeiten zur Unterstützung unserer Arbeit finden sich hier. Vielen Dank!

31. Dezember 2017

Rückblick auf 2017 und Planung für 2018

Liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer,

wir nehmen den Jahreswechsel zum Anlass, kurz über die Vereinsaktivitäten des vergangenen Jahres zu informieren und einen Ausblick auf unsere Vorhaben im kommenden Jahr zu geben. Unser erfolgreicher Kurs der vergangenen Jahre setzte sich auch in 2017 fort: die dauerhafte Präsenz von Johannes vor Ort in Kafountine verbessert und vergrößert unsere Wirkung vor Ort einfach deutlich. Mittlerweile berichtet er auch regelmäßig auf unserer Homepage unter der Rubrik „Aktuelles“ über die Aktivitäten vor Ort – das bietet Einblick, Rechenschaft und Transparenz für Mitglieder und Spender des Vereins.

Auch dieses Jahr wollen wir ein paar Punkte besonders erwähnen: Der Garten ist in prächtigem Zustand, wurde nochmals vergrößert und die dort wachsenden Pflanzen sind nun mit Schildern bzw. Lehrtafeln bezeichnet, so dass ein echter Lehrpfad entstanden ist. Dementsprechend hat auch der Besucherstrom deutlich zugenommen, wir nehmen für die Führungen seit Kurzem auch einen symbolischen Eintrittspreis. Johannes hat sein Bestreben, eine richtige Apotheke für natürliche Medizin zu etablieren, in die Tat umgesetzt: die Produktion hat begonnen und eine Liste der von uns angebotenen Heilmittel befindet sich weiter unten auf der Homepage. Gleiches gilt für unsere Baumschule: diese ist nochmals vergrößert (eine Liste der Setzlinge findet sich ebenfalls weiter unten) und wir haben den nächsten Auslieferungsauftrag in Aussicht. Nach einiger Verzögerung konnte letztendlich auch der neue Brunnen gebaut werden: Mensch, Tier und Pflanzen haben nun wieder reichlich sauberes Trinkwasser zur Verfügung. Im Jahresverlauf hat Johannes innerhalb eines Workshops eines Ökodorf-Verbandes mehrere Heilpflanzen und unsere Arbeit vorgestellt; wir dürfen hier zukünftig von vertiefender Zusammenarbeit ausgehen.

In Berlin hat Jens an einer Permakultur-Design-Ausbildung teilgenommen, so dass wir nun auch zertifiziert Wissen weitergeben können. Unser traditioneller Weihnachtsmarktstand mit vielen selbstgemachten Produkten war noch erfolgreicher als die Jahre zuvor, der nicht unerhebliche Erlös fließt direkt in die Projektarbeit. Vor einigen Wochen hatten wir ein Gespräch mit dem senegalesischen Botschafter in Berlin, um unser Tun auch in der Botschaft bekannt zu machen und dabei wertvolle Tipps zu bekommen.

Beim kommenden Projektaufenthalt werden die in der Regenzeit stark beschädigten Dächer repariert und die Solaranlage vergrößert, die schon lange angekündigte Komposttoilette gebaut und ein großer Neubau geplant und vorbereitet. Dieser soll Räume für Schulungen, zur Verarbeitung unserer Produkte, für die Apotheke und Gästezimmer erhalten. Dieser Bau ist unser bislang unser ambitioniertestes Projekt, das unsere Arbeit vor Ort auf eine ganz neue Stufe stellen soll – hierfür müssen wir aber erst noch deutlich Gelder einwerben.

Sarsarale hat sich über die letzten Jahre professionalisiert und befindet sich auf bestem Wege. Gleichzeitig sind aber auch unsere Ausgaben stark gestiegen, da wir vor Ort für Arbeitsplätze sorgen und investieren. Dies führte Mitte des Jahres zu einer beängstigenden Ebbe in unserer Kasse, die durch erfolgreiche Einwerbung einer Großspende bei einer Naturkosmetikfirma behoben werden konnte. Für die angekündigten nächsten Schritte benötigen wir aber auch kontinuierlich mehr finanzielle Mittel: wir sind mittlerweile zu groß, um uns allein über Mitgliedsbeiträge und kleinere Spenden zu finanzieren, aber noch zu klein, um als Hilfsorganisation selbstbewusst an die großen Geldgeber heranzutreten. Wir sind deshalb nicht nur für Ihre fortgesetzte finanzielle Unterstützung dankbar, sondern freuen uns auch sehr, wenn Sie sich für uns stark machen in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, oder noch besser: vielleicht haben Sie ja Kontakte zu freigiebigen Philanthropen, Mäzenen oder Stiftungen?

Über unsere Aktivitäten und aktuelle Entwicklungen hält Sie öfter denn je unsere Homepage auf dem Laufenden, schauen Sie regelmäßig vorbei auf www.sarsarale.org! Außerdem versenden wir in unregelmäßigen Abständen unseren Newsletter per Email.

Wir verbleiben wie immer mit herzlichem Dank und besten Wünschen für ein hoffentlich halbwegs friedvolles 2018.

Das Team von Sarsarale e.V.

10. Dezember 2017

Rixdorfer Weihnachtsmarkt

Hallo zusammen,

unser diesjähriger Stand auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt war noch erfolgreicher als die Jahre zuvor! Die von Anke, Marina, Jens, Mimi, Daniel, Tania und Philine aus Altmaterialien gebastelten, “upgecycleten” Kerzenlampen haben den Stand in ein wunderschönes Licht getaucht und fanden den erwarteten reißenden Absatz:

Ein fettes Dankeschön an all die helfenden Hände, die durch ihre besonderen Sortimentbeiträge, tatkräftigen Verkauf oder bei Auf- und Abbau mitgeholfen haben: Jens, Daniel, Mimi, Miriam, Jona, Tania, Philine, Familie Knorr, Familie Lang, Quirino, Ginga, Diana und vor allem an die Organisatorinnen Marina und Anke!

Der nicht unerhebliche Erlös fließt wie immer komplett in unsere Projektarbeit.

6. Oktober 2017

Großzügige Spende der LUSH GmbH an Sarsarale!

Hallo zusammen,

frohe Kunde: die Naturkosmetikfirma LUSH GmbH betreibt einen Charity Pot, um zur Unternehmensphilosphie passende Projekte zu fördern. Wir hatten uns um eine Zuwendung beworben, um unsere Arbeit vor Ort auf finanziell sicherere Füße stellen zu können. Unser Antrag und unsere Arbeit im Projektgarten haben überzeugt und wir haben 4500,- Euro zugesprochen bekommen. Diese Summe hilft uns enorm, die Grundkosten des Projektes zu decken, so dass wir nun deutlich freieren Geistes an die nächsten Schritte denken können.

Ganz herzlichen Dank vom Sarsarale Team an LUSH!

4. Juni 2017

Brunnenbau

Hallo zusammen,

der schon lange angekündigte Brunnenbau ist in vollem Gange und demnächst erfolgreich abgeschlossen. Ihr erinnert Euch: Seit schon geraumer Zeit lieferte unser mehr als 10 Jahre alter Brunnen zwar noch Wasser, das gerade noch so für die Bewässerung unseres Heilpflanzengartens verwend-, aber eben nicht mehr trinkbar war. Jetzt kurz vor Beginn der Regenzeit war der ideale Zeitpunkt für den Neubau. Hier ein paar Bilder von der Baustelle:

Wir hatten ja um Spenden für den Neubau gebeten und einige Förderer haben uns daraufhin auch dafür extra bedacht; an dieser Stelle ganz herzlichen Dank dafür! Dieser hochwertige und auf Dauer ausgelegte Brunnen beansprucht unser Budget allerdings sehr, bitte erwägt weitere Zuwendungen an uns oder macht weitere wohlmeinende Menschen auf unser Tun aufmerksam! Vielen Dank noch einmal.

28. Februar 2017

Veranstaltungshinweis

Hallo an alle, die am 13. März in Berlin sind: der Verein Soned e.V. hat uns eingeladen, unseren Verein und unsere Arbeit vorzustellen. Näheres findet Ihr hier.

Wir freuen uns über die Einladung und Euren Besuch!

28. Februar 2017

Rückblick auf 2016

Ok, oben hat Yohannes schon einen Ausblick auf 2016 gegeben, hier noch rückblickend eine Zusammenfassung auf 2016 – das erste Jahr, in dem Johannes ständig im Garten wohnte und arbeitete. Und das war deutlich zu spüren: der Garten entwickelt sich prächtig, neue Beete wurden angelegt und dementsprechend wachsen nun sehr viele neue Pflanzenarten. Unsere letztjährige Idee, eine Baumschule zu gründen, wurde flugs in die Tat umgesetzt: mittlerweile wachsen weit über 1000 Setzlinge bei uns, die in absehbarer Zukunft einen kleinen Beitrag leisten sollen, die durch Kahlschlag arg geschundene Casamance wiederaufzuforsten.

Aus den vielen weiteren positiven Entwicklungen möchten wir einige Punkte besonders herausheben: Es ist ein starkes Netzwerk ähnlicher Projekte in der Region entstanden, die sich regelmäßig treffen und gemeinsam an einem Strang ziehen. Herausragendes Ergebnis dieser Zusammenarbeit war dann vom 16. bis 22. Dezember 2016 die Convergence Permaculture im heiligen Wald von Kafountine. Über mehrere Tage gab es dort Workshops zu Permakultur, natürlicher Medizin, erneuerbaren Energien und ein Leben in Nachhaltigkeit. Sehr viele Besucher fanden den Weg zum Festival und eben auch in den Garten von Sarsarale e.V., denn wir haben das Treffen mitorganisiert und -gestaltet. Johannes hat über die Heilpflanze Artemisia annua referiert und beim Besuch in unserem Garten wurden unter anderem die bei uns kultivierten Nutz- und Heilpflanzen, die solarthermische Anlage und vor allem unser Müllverbrennungsofen demonstriert und erklärt.

Zusammen mit mehreren Partnern war Sarsarale an Konzept und Aufbau eines Gemeinschaftsgartens nach Permakultur-Richtlinien in Kafountine beteiligt. In Zusammenarbeit mit mehreren Partnern entstand ein Gemüsegarten, der nun von einer Frauengruppe bestellt wird – Samen und Jungpflanzen für den Start kamen ebenfalls von Sarsarale e.V.

Wir haben weitere Arbeitsplätze geschaffen: Neben Johannes und Oustas arbeiten jetzt auch noch 2 weitere Einheimische (Alex und Soro) regelmäßig im Garten. Wir produzieren dabei auch immer mehr: es entsteht so langsam unsere eigene Apotheke mit Pflanzen und Produkten aus dem Garten. Vor kurzem hat Jens noch ein Bewässerungssystem mit Sprinklern installiert: wir fördern also nicht mehr nur unser Wasser mit der Kraft der Sonne, sondern gießen auch mit ihr…

Als nun fast schon traditionellen letzten Akt im Jahr hatten wir auch dieses Mal auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt in Berlin einen Verkaufsstand: wir präsentieren unseren Verein und verkaufen allerlei Weihnachtliches, was unserer Öffentlichkeitsarbeit und der Spendenkasse zugutekommt. Schon im späten Frühjahr wird Jens erneut nach Kafountine reisen, dann wird vor Beginn der Regenzeit der neue Brunnen gebohrt – dieser liefert momentan zwar noch Brauchwasser für den Garten, aber eben kein Trinkwasser mehr. Es haben uns schon einige Spenden für den Brunnenbau erreicht (vielen Dank!), den Rest hoffen wir mit Mitteln öffentlicher Fördergelder bestreiten zu können.

Es gibt also weiterhin viel zu tun! Und das sehr gerne auch weiterhin mit Ihrer finanziellen Unterstützung.

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