Was treibt uns an?

Nun, unsere Motivation speist sich wohl vor allem aus der dem tiefen Gefühl des Unwohlseins mit den Zuständen unsrer Welt und dem uns eigenen Gerechtigkeitsbedürfnis. Diese Zustände wollen wir verändern!

Afrika ist ein Kontinent voller extremer Widersprüche: eigentlich gesegnet mit kulturellem und unglaublichem natürlichem Reichtum, herrscht paradoxerweise in großen Teilen extreme Armut (näheres in „Hintergrund“).

Diese Verhältnisse stehen in drastischen Kontrast zu denen in unserer westlichen Welt. Dabei beruht unser Reichtum unter anderem auf kolonialer und neo-kolonialer Ausbeutung. Deshalb fühlen wir uns mitverantwortlich für die Lebenssituation der Menschen in Afrika und wollen mit unserer Arbeit solidarisch handeln und helfen, die Verhältnisse zu verändern. Wir orientieren uns in unserer Arbeit unter anderem an den Millenium Development Goals bzw. Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Außerdem bemühen wir uns stets, eine kritischen und selbstreflektierenden Perspektive beizubehalten, um nicht (erneut) inneoliberale und eurozentristische Denk- und Verhaltensweisen zurückzufallen.

In globalisierten Zeiten lassen sich für die angesprochenen Probleme nicht in diesem Teil der Erde allein Lösungen finden, denn die Ursachen sind weltweit verortet. „Sarsarale“ bedeutet auf Wolof: „überall hin!“ Daher wollen wir unseren Aktionsradius zukünftig auch auf andere Regionen ausweiten.

Glücklicherweise sind wir dabei nicht allein – überall auf der Welt gibt es Bestrebungen, die Verhältnisse zu verändern und eine lebenswertere Zukunft für ALLE zu schaffen. Auch das gibt uns Kraft!

Was also sind unsere Themen?

Bildung:

Wir führen Workshops und Schulungen mit internationalen Partnern durch – in Westafrika wie auch hier in Deutschland. Diese sind so gestaltet, dass das vermittelte Wissen leicht in den eigenen Alltag integrierbar ist. Themen sind Hygiene, Müllvermeidung und schonende -entsorgung, Einsatzmöglichkeiten erneuerbarer Energien (z. B. solare Trocknung), schonender Ressourcenumgang und Anbaumöglichkeiten nach Permakultur-Methoden. Kooperationen mit Schulen im Senegal eröffnen den dort Lernenden weitere Bildungsmöglichkeiten.

Gesundheit:

Unser Heilpflanzengarten in Kafoutine soll der lokalen Bevölkerung Wissen über Anbau, Verarbeitung, Zubereitung und Wirkungsweise von Heilpflanzen vermitteln und so Hilfe zur medizinischen Selbsthilfe leisten.

Nachhaltigkeit:

Lehrobjekte wie der solare Tunneltrockner oder der Müllverbrennungsofen, die wir im Jama Rek-Garten in Kafountine implementiert haben, veranschaulichen zukunftsfähige Möglichkeiten zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Denn nur durch Umdenken und Umgestaltung alltäglicher Lebens- und Nutzungspraktiken wird es auch unseren Kindern noch vergönnt sein, ein Leben unter würdigen Bedingungen zu führen.

Emanzipation:

Die Ressourcen der Erde sind endlich. Voraussetzung für den Schutz der Umwelt und das Wohlergehen der Menschen ist, diese Schätze zu würdigen und nachhaltig zu nutzen. Gerade in prekären Gebieten wie der Casamance, die seit 25 Jahren Bürgerkriegsgebiet ist, müssen Menschen die Möglichkeit haben, ein emanzipiertes Leben im Einklang mit der Natur zu führen. Sarsarale e.V. setzt sich hierfür ein. ÜBERALL.

Verständnis füreinander und Lernen voneinander:

sind Grundlage für Völkerverständigung & Kulturaustausch – beides trägt zum globalen Frieden bei. Deshalb organisieren wir Projektaufenthalte von PraktikantInnen und Vereinsmitgliedern in unserem Projektgarten, was für beide Seiten bereichernd ist.