Inhaltsverzeichnis

  1. Tätigkeiten und Ziele von Sarsarale e.V
  2. Chronik von Sarsarale e.V.
  3. Ausblick
  4. Mitgliedsformular
  5. Vereinssatzung

Tätigkeiten und Ziele von Sarsarale e.V.

Die Tätigkeiten des Vereins konzentrieren sich neben der Arbeit in Berlin momentan noch hauptsächlich auf Westafrika. Zentraler Ort der Vereinsaktivitäten ist die Kleinstadt Kafountine, die sich in der Casamance im Süden Senegals befindet. Geographisch befindet sich diese Region zwischen Gambia und Guinea Bissau an der Atlantikküste.
Die Region ist durch einen jahrelangen politischen Konflikt geprägt, der zwischen der senegalesischen Regierung und unterschiedlichen Rebellengruppen ausgetragen wird. Seit 1982 ist die Region häufig Schauplatz von gewaltsamen Auseinandersetzungen und Unruhen. Ein Ende des Konfliktes ist leider nicht in Sicht.

Die Vereinsarbeit Sarsarales begann im Jahr 2004, als ein Heilpflanzengarten in Kafountine errichtet wurde. Dieser Garten bildet seitdem das Herzstück des Vereins, auf dem sich die Vereinsaktivitäten konzentrieren. Das ca. 1 ha große Grundstück wurde dafür stellenweise gerodet und eingezäunt. Der Verein errichtete in den Folgejahren ein Anwesen aus Wohneinheiten sowie ein Veranstaltungszentrum. Heute besteht ein Heilpflanzengarten, in dem Medizinpflanzen, Obst und Gemüse sowie Blumen angebaut werden. Die Vereinsaktivitäten sind dabei eng mit der lokalen Bevölkerung und den örtlichen Behörden abgestimmt.Unsere Partner vor Ort arbeiten seit einigen Jahren erfolgreich mit dem lokalen Krankenhaus und einer Schule zusammen. Für die Tätigkeiten in Kafountine verfolgt Sarsarale folgende Ziele:

  • den Unterhalt und weiteren Ausbaus eines medizinischen Heilpflanzengarten, sowie kleiner Gemüse- und Obstgärten in enger Kooperation mit der lokalen Bevölkerung.
  • die Gestaltung des Gartens als Muster- und Lehrgarten für die Einheimischen zur Verbreitung des Konzeptes in weiteren Kommunen.
  • die Weitergabe natürlicher Medikamente, die auf Basis dort traditionell wachsender Heilpflanzen hergestellt werden.
  • die Durchführung von Veranstaltungen wie Workshops, Seminare und Schulungen für die lokale Bevölkerung und Projektpartner.
  • die Förderung eines kontinuierlichen Wissensaustausch in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Heilern, Ärzten und Interessierten sowie Hospitälern und Krankenstationen.
  • den Anbau und die Verbreitung von Artemisia annua anamed zur Gewinnung von Artemisinin zur Malariabehandlung in der Region.
  • den Anbau und die Verbreitung von Moringa.
  • die Züchtung von Pflanzen und Bäumen zum Zwecke der Wiederaufforstung.
  • die Abgabe von Büchern und Lehrmaterialien, sowie das Anlegen einer Bibliothek über den Anbau und Verwendung von Heilpflanzen
  • die Förderung umweltschonender Anbaumethoden, einer nachhaltigen Lebensweise, des Einsatzes regenerativer Energien und nachwachsender Rohstoffe.

Kurzchronik von Sarsarale e.V.

2009: Der Bau von zwei Hütten auf dem Vereinsgelände inkl. Dusche, Toilette sowie eines Brunnens. Der Heilpflanzengarten wird eingezäunt und der Zaun bepflanzt (als Schutz vor frei herumlaufenden Ziegen und Kühen), außerdem wird ein erster Garten angelegt und erste Heilpflanzen angebaut.

2010: Zum Unterhalt des Vereinsgeländes werden zwei einheimische Mitarbeiter angestellt, die permanent auf dem Grundstück wohnen. Sie bewirtschaften den Garten und achten darauf, dass nicht eingebrochen wird. Es werden Lagerräume für Saatgut und Werkzeuge errichtet. Die ersten Pflanzen im Garten sind Artemisia Annua Anamed, Zitrusfrüchte, Kokospalmen, Papaya, Lemongras, Moringa, Cassia, Chilly sowie eine Auswahl weiterer lokaler und eingeführten Heilpflanzen.

2011: Ein Gemeinschaftsraum wird errichtet, der auch als Küche dient. Es entstehen Wohnhäuser für die Mitarbeiter auf dem Vereinsgelände. Die erste einfache Photovoltaik-Anlage für die Stromversorgung nimmt den Betrieb auf, das System funktioniert allerdings noch nicht tadellos und bedarf weiterer Ausbauten. Der Strom reicht aber aus, um die Lichtanlage und Ladestationen für Laptops sowie weiterer Elektronikgeräte zu betreiben. Die Wasserversorgung wird aus dem Brunnen mittels Solar-Pumpen-System betrieben. Allerdings stößt dieses System schnell an seine Kapazitätsgrenzen. Ein weiterer 750l fassender Wassertank wird angeschlossen.

Die erste Ernte im Heilpflanzengarten fällt sehr gut aus. Auch eine Trocknung und Weiterverarbeitung unterschiedlicher Heilpflanzen kann bereits durchgeführt werden. Christina B. und Christina D., Studentinnen der Universität Kassel aus dem Fachbereich ökologische Agrarwissenschaften, absolvieren für die Dauer von sechs Monaten ein Praktikum im Heilpflanzengarten. Sie engagieren sich in der Gestaltung des Gartens und pflanzen neue Arten an. Zusätzlich betreiben sie eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit in Kafountine und gewinnen das lokale Krankenhaus für die Unterstützung des Gartenprojektes. Ihre Hauptaufgabe bildet jedoch eine erste Versuchsreihe, um die optimalen Wachstumsbedingungen der Artemisia anaua anamed in Kafountine herauszufinden. Die Ergebnisse dieser Studie fließen in eine Seminararbeit der beiden Studentinnen zu diesem Thema ein, die die zukünftige Arbeit im Garten auf eine wissenschaftlich fundierte Ebene stellen soll.

2011: Ein erstes erfolgreiches Seminar wird im September 2011 in Zusammenarbeit mit der Organisation Green Desert e.V. aus Hannover in Kafountine durchgeführt. Dieses Seminar hat zum Ziel, Wissen über einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu vermitteln. Am Seminar nehmen Vertreter lokaler Organisationen teil.

Auf einem Festival in Aubene und dem Karneval von Kafountine betreibt der Verein einen Informationsstand, der auf reges Interesse stößt. Diese und weitere Veranstaltungen sind wichtige Teile der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vor Ort, die das Ziel verfolgen, den Bekanntheitsgrad des Vereins in der Region zu fördern.

Die Kapazitäten für die Verarbeitung von Heilpflanzen werden gesteigert. Ermöglicht wird dies durch die Bau eines Solartunneltrockners und eines Kastentrockners. Somit ist die Trocknung der Heilpflanzen auch während der Regenzeit möglich. Die Trockner funktionieren sehr gut; die Methoden stoßen auch auf großes Interesse von Besuchern und Seminarteilnehmern. Die getrockneten Heilpflanzen werden im Verein zum Selbstkostenpreis abgegeben und in Zusammenarbeit mit dem lokalen Krankenhaus an Patienten abgegeben.

Ausblick

Auf der Jahreshauptversammlung hat der Verein folgende Maßnahmen beschlossen, um seine Ziele mittelfristig zu befördern:

  • die Schaffung einer festen Gärtnerstelle, um eine ganzjährige Betreuung und Pflanzung der Heilpflanzen zu gewährleisten und abzusichern.
  • die Errichtung eines Schulungspfades, damit der Anbau und die Anwendung der diversen Heilpflanzen im Rahmen von Seminaren unterrichtet werden kann.
  • Die Schaffung von Arbeitsplätzen zur unmittelbaren Verbesserung der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Situation in Kafountine.
  • die Installation einer Komposttoilette.
  • die Verbesserung des Solar-Wasserpumpen-Systems.
  • die weitere Vernetzung in Kafountine mit Interessierten und anderen Gruppen.

 

Mitgliedsformular

Wenn du Mitglied werden möchtest, fülle doch einfach das obige Formular aus und sende es an die dort angegebene Adresse.

Vereinssatzung von Sarsarale e.V.