13. August 2017

Pflanze der Woche: Carapa procera / Tulukunu (Wolof)

Carapa procera  – in der Casamance unter dem Namen Tulukunu (Wolof) bekannt – ist ein im tropischen Afrika verbreiteter Baum aus der Pflanzenfamilie der Mahagonigewächse (Meliaceae). Er erreicht eine Höhe von 17 Metern und gedeiht häufig auf sandigen Böden auf Meereshöhe, sowie an Seeufern und in Auwäldern. Seine Nüsse enthalten ca. 55 % Öl. Die verschieden Pflanzenteile wie Nüsse, Blätter, Rinde, Holz, Wurzel und Harz werden für therapeutische, kosmetische, veterinäre und rituelle Zwecke genutzt.

In der traditionellen Medizin werden Blätter, Wurzel und Rinde von Carapa procera entweder frisch oder getrocknet als Infusion, Abkochung, Puder oder Räucherwerk verwendet. Sie dienen als Tonikum, fiebersenkendes Mittel, Schmerzmittel und zur Behandlung von Arthritis, Atemwegserkrankungen, Paralyse, Epilepsie, parasitären Infektionen, Krämpfen, Rheuma, Würmern und Durchfall.

Besondere Bedeutung hat das bittere Öl, welches aus den Nüssen gewonnen wird. Mit seinen entzündungshemmenden und antiseptischen Eigenschaften dient es zur Restrukturierung der Epidermis. Es enthält Vitamin A und Triterpene, welche die Revitalisierung der Haut fördern, natürliche Antioxidantien (darunter sieben verschiedene Limonoide, wirksam bei Entzündungen) und ungesättigte essentielle Fettsäuren, welche förderlich für die Immunabwehr und zur Zellregeneration sind. Mit dem Öl werden verschiedene Erkrankungen der Haut darunter Skabies, Lepra, Frambösie, Psoriasis, Ausschläge, Juckreiz, Schuppen, Verbrennungen, Geschlechtskrankheiten und Insektenstiche behandelt. Innerlich wird das Öl zur Behandlung von Magenproblemen, Verstopfung und Würmern eingesetzt. Außerdem wird das Öl zur Seifenproduktion verwendet.

Quellen und weitere Informationen:

https://www.researchgate.net/profile/Pius_Tshimankinda_MPIANA/publication/262567489_Ethno-Pharmacological_Survey_In_Vitro_Anti-Sickling_and_Free_Radical_Scavenging_Activities_of_Carapa_Procera_DC_Stem_Bark_Meliaceae/links/0a85e5382666809845000000.pdf

https://ethnobiomed.biomedcentral.com/articles/10.1186/1746-4269-11-14

http://tropical.theferns.info/viewtropical.php?id=Carapa+procera

http://www.labosmasca.fr/carapa-procera-laboratoires-mascareignes

http://plants.jstor.org/stable/10.5555/al.ap.upwta.4_174

http://www.carapa.org/en/taxonomy/procera.htm

http://www.labosmascareignes.com/en/content/7-carapa-procera

 

1. August 2017

Projektbericht Juli 2017

Dieses Jahr hat der Regen zeitig begonnen und hält kontinuierlich an: Es regnet fast jeden Tag und selbst wenn der Regen mal ein paar Tage ausbleibt, kehrt er rechtzeitig zurück, bevor wir gießen müssen. Die ideale Voraussetzung also um im Garten zu arbeiten, wie auch für eine gute Reisernte in der Casamance. Alhamdoulilahi.

* Wir haben einige Beete neu bepflanzt: Wie gewöhnlich mit einer Polykultur aus tropischen Heilpflanzen darunter u.a. Vernonia amygdalina, Moringa oleifera, Kalanchoe pinnata, Jatropha curcas, Aloe vera, Cajanus cajan, Euphorbia pseudogranti etc. sowie Heilpflanzen, deren Samen wir entweder aus Europa mitgebracht und zum Keimen gebracht haben, diesmal recht viel wilde Malve, Sylibum marianum (Mariendistel), Gewürzfenchel und Dill bzw. Pflanzen, die bereits im Garten fest etabliert sind und über Stecklinge vermehrt werden, wie unsere Rosmarin- und Damiana-kulturen.
* Wieder einmal verändern wir bestehende Beete, um den Raum im Garten effizienter zu nutzen, verstärken einige Hügelbeete mit neuen Baumstämmen und fügen mehr organisches Material zur Kompostierung hinzu.
* Wir beschneiden Bäume, verstärken die Hecke mit Neupflanzungen von Jatropha curcas, Leucaena glauca und Vernonia amygadalina, pflanzen noch mehr Bäume und gestalten das Grundstück.
* Wir sind sehr glücklich über unseren ersten großen Verkauf von Jungbäumen aus unserer Baumschule an ein Permakulturprojekt von Art Oasis in Kap Skirring. So haben wir über 100 kleine Bäume – hauptsächlich Annona muricata, Avocado und Parkia biglobosa – verkauft. Djina bachna.
* Wir haben viel Wurzeln heilkräftiger Bäume – bislang Fagara zanthoxyloides, Banane golo (wolof), und Batiyo (Mandinka) – gegraben, gehackt, getrocknet und zu Pulver verarbeitet. Ebenso wurden in der Apotheke diverse Blätter aus dem Garten (u.a. Eucalyptus globulus, Euphorbia hirta, Artemisia annua, Melia azederach, Vernonia amygdalina) getrocknet und zu Pulver verarbeitet, Teil des Pulvers wiederum zur Lagerung in Tinkturen transformiert.
* Da die Dächer unserer Gebäude an einigen Stellen undicht waren, haben wir sie provisorisch abgedichtet. Vor der nächsten Regenzeit muss allerdings das Dach über Apotheke, Store, sowie Oustas‘ und meinem Zimmer komplett erneuert werden, wofür wir um Spendengelder bitten.

Johannes Ortner
SARSARALE!

23. Juni 2017

Projektbericht Juni 2017

Hallo zusammen,

kurz vor der Regenzeit ist der beste Zeitpunkt, um in der Natur Saatgut, Blätter, Rinden und Wurzeln zu ernten. Zum einen, da sehr viele Bäume nun Samen tragen und neue Blätter bilden – zum anderen, weil während der Regenzeit Samen nur umständlich und Wurzeln nicht geerntet werden können.

  • So haben wir viele verschiedene Sämereien von heilkräftigen Buschbäumen geerntet und in der Baumschule ausgesät. Darunter verschiedene Akazienarten (Barangsango, Mampatango), Khaya senegalensis, Parkia biglobosa, Tamba, Santang etc.
  • Wir haben unsere Artemisiapflanzen geerntet und zusammen mit weiteren Heilpflanzen aus Garten und Busch in der Apotheke getrocknet und verarbeitet.
  • Ebenso haben wir viel Wurzel von Fagara zanthoxyloides gegraben und getrocknet.
  • Wie bereits in einem eigenen Artikel berichtet, haben wir einen neuen Brunnen gegraben. Vor dem Umzug haben wir unsere solarbetriebene Pumpe gründlich gereinigt.
  • Um unsere Jungpflanzen vor heftigen Regengüssen zu schützen, haben wir in der Baumschule einen Schutz aus Stämmen, Bambus und Palmblättern errichtet.
  • David und Yves verbrachten mehrere Wochen in Sarsarale und haben sich im Projekt eingebracht. Respekt! So drehten wir u.a. Videos über den Heilpflanzengarten, die Baumschule und Kompost, sowie unseren Müllverbrennungsofen.
  • Der Gartenlehrpfad wurde um weitere Pflanzenschilder erweitert.
  • Schließlich wurden neue Kontakte zu traditionellen Heilern in der Region geknüpft.

Nun neigt sich der Ramadan dem Ende zu und es hat bereits zweimal geregnet. Alhamdoulilahi! Auf eine gesegnete Regenzeit!

Johannes Ortner

SARSARALE!

11. Juni 2017

Pflanze der Woche: Fagara zanthoxyloides / Bafe (Mandinka) / Toothache Bark (engl.)

Fagara zanthoxyloides – in der Casamance hauptsächlich als „Bafe“ (Mandinka) bekannt – ist ein in Westafrika weit verbreiteter, bis zu zehn Meter hoher Baum aus der Pflanzengattung Zanthoxylum (Gelbholz) aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Er gedeiht in Savannen, Trockenwäldern, im Küsten-Dickicht und auf Termitenhügeln – hauptsächlich in Küstenregionen und auf dem Flachland.

Fagara zanthoxyloides ist eine Heilpflanze, deren anti-mikrobielle, tumorbekämpfende und antianämische Wirkungen bestätigt sind. Wurzel, Rinde und die aromatischen Blätter wirken antiseptisch, schmerzstillend und schweißtreibend.

In der traditionellen Medizin werden Auszüge, Abkochungen und Infusionen der Rinde und Wurzel zur Behandlung von Durchfall, Darmwürmern, Koliken, Dysenterie, Staphylokokken- und Streptokokkeninfektion, Sichelzellenanämie, Gastroenteritis, Fieber, Gonorrhöe und Harnröhrenentzündung  eingesetzt. Die Wurzel behandelt außerdem Geschwüre, Ödeme, Hämorriden, Abszesse, Schlangenbisse, Lepra, Syphilis, Arthritis, Bilharziose, Herpes, Hernie und rheumatische Schmerzen. Darüber hinaus wird die Wurzel vielfach als Tonikum sowie zur Behandlung von Zahnschmerzen eingesetzt und dient als desinfizierende Zahnputzstöckchen bzw. Bestandteil von Zahnpasta zur Prophylaxe.

Wissenschaftliche Studien legen zudem die Wirksamkeit von Fagara zanthoxyloides zur Behandlung von Prostatakrebs und Malaria nahe.

Quellen und weitere Informationen:

https://fr.wikipedia.org/wiki/Fagara_zanthoxyloides

https://de.wikipedia.org/wiki/Zanthoxylum

http://www.keneya.net/fmpos/theses/2003/pharma/pdf/03P01.pdf

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25750297https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC538867/

https://www.facebook.com/151913544832921/photos/a.1029855093705424.1073741825.151913544832921/1029854980372102/?type=3

http://www.afriquebio.com/pages/plantes-medicinales-d-afrique/fagara-xanthoxyloides.html

4. Juni 2017

Brunnenbau

Hallo zusammen,

der schon lange angekündigte Brunnenbau ist in vollem Gange und demnächst erfolgreich abgeschlossen. Ihr erinnert Euch: Seit schon geraumer Zeit lieferte unser mehr als 10 Jahre alter Brunnen zwar noch Wasser, das gerade noch so für die Bewässerung unseres Heilpflanzengartens verwend-, aber eben nicht mehr trinkbar war. Jetzt kurz vor Beginn der Regenzeit war der ideale Zeitpunkt für den Neubau. Hier ein paar Bilder von der Baustelle:

Wir hatten ja um Spenden für den Neubau gebeten und einige Förderer haben uns daraufhin auch dafür extra bedacht; an dieser Stelle ganz herzlichen Dank dafür! Dieser hochwertige und auf Dauer ausgelegte Brunnen beansprucht unser Budget allerdings sehr, bitte erwägt weitere Zuwendungen an uns oder macht weitere wohlmeinende Menschen auf unser Tun aufmerksam! Vielen Dank noch einmal.

16. Mai 2017

Ecovillage Training in Kafountine

Vom achten bis zwölften Mai 2017 fand im Campement Kunja in Kafountine ein Ecovillage Training statt, welches von der Association Djina Bantang Ecovillage Network Kafountine (ADENK), dem People’s Coast Ecovillage Network, sowie der Sandele Foundation organisiert wurde. Koordiniert wurde die Veranstaltung von Simon Gibba von der Sandele Foundation.

Die Organisatoren erstreben die Transformation der an der Atlantik-Küste gelegenen senegalesischen Dörfer Kafountine, Dianna, Abene, Kabadio und Niafrang in Ökodörfer nach dem Vorbild des People’s Coast Ecovillage Networks in Gambia.

Ziel des Ecovillage Trainings waren

  • die Information der Teilnehmer über die Herausforderungen des Klimawandels
  • eine Einführung in die Ökodorf-Dimensionen – Ökologie, Ökonomie, Soziales, Kultur und Whole System Design
  • eine Entwicklung der Küstendörfer, welche Resilienz und allgemeine Lebensumstände verbessert, die Umwelt schützt und auf den Klimawandel reagiert
  • das Verständnis und Engagement für die Ökodorf-Entwicklungsprinzipien
  • die Unterstützung der nationalen wie lokalen Regierungen, um die Ökodorf-Entwicklung in den Küstendörfern zu erleichtern
  • die Ausweitung der Entwicklung einer „Gemeinschaft von Gemeinschaften“ nach dem Vorbild des People’s Coast Ecovillage Networks

Als Mitglied der Association Djina Bantang Ecovillage Network Kafountine erhielt Sarsarale zwei Einladungen für die fünftägige Veranstaltung, welche von Oustas und mir wahrgenommen wurden. In Gruppenarbeit, Diskussionen, Vorträgen und Filmvorführungen wurden wir gemeinsam in die oben gelisteten Themen eingeführt. Auch wurde ich während des Trainings eingeladen die natürliche Medizin zu präsentieren: So hatte ich die Gelegenheit und Ehre am dritten Tag in einem Vortrag die Notwendigkeit der Naturheilkunde im Allgemeinen hervorzuheben, vier Heilpflanzen eingehend zu präsentierten (Euphorbia hirta, Aloe vera, Moringa oleifera, Artemisia annua), sowie unsere Projektarbeit vorzustellen. Der interaktive Vortrag wurde von den Teilnehmer des Trainings sehr gut angenommen, welche am Abend desselben Tages unseren Heilpflanzengarten besuchten.

Wir bedanken uns sehr bei den Veranstaltern und Teilnehmern für ihr nobles Engagement, die vielen interessanten Beiträge und den Austausch und die Vernetzung untereinander. Auf dass wir das edle Ziel erreichen und die Atlantik-Küste der Casamance von Kafountine bis nach Gambia in eine Gemeinschaft von Ökodörfern verwandeln! Djina bachna.

Für den 20.Mai ist die Auszeichnung der Teilnehmer mit einem Diplom in Gambia geplant.

Johannes Ortner

SARSARALE!

16. Mai 2017

Pflanze der Woche: Das indisches Wolfsmilchkraut (Euphorbia hirta) / Asthma Weed (engl.)

Das indische Wolfsmilchkraut (Euphorbia hirta, auch Mandinka Samanono genannt), ist eine Pflanzenart aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und wächst in den Tropen auf offenen Graslandschaften und Feldern, auf Wegen und an Straßenrändern.

Euphorbia hirta wirkt angstlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und beruhigend. In der traditionellen Medizin Westafrikas wird das Kraut hauptsächlich gegen Durchfall, Ruhr, Asthma, Erkrankungen der Atemwege, Verstopfung und Darmkatarrh sowie zur Förderung der Produktion von Muttermilch verwendet. Des Weiteren wird Euphorbia hirta zur Beseitigung von Würmern und Amöben, zur Behandlung von Durchfall, Dysenterie, Cholera, sowie Harnleiterentzündung eingesetzt. Ebenso werden mit der Heilpflanze Dengue-Fieber, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und kleinere Wunden behandelt.

Verwendet werden die Abkochung des frischen Krauts sowie das getrocknete Blattpulver. Der Saft des Krautes wirkt außerdem gegen Koliken, zur Beseitigung von Warzen sowie zur Behandlung von grauem Star.

Quellen und weitere Informationen:
https://peerj.com/articles/671/
https://www.anamed-edition.com/de/euphorbia-hirta.html
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3249903/

4. Mai 2017

Pflanze der Woche: Der Kapokbaum (Ceiba pentandra) / Fromager (frz.)

Der Kapokbaum (Ceiba pentandra)  ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ceiba in der Unterfamilie der Wollbaumgewächse (Bombacoideae). Er ist einer der größten Bäume des tropischen Regenwaldes, der Wuchshöhen bis zu 75 Meter erreicht. Der Kapokbaum stammt ursprünglich aus dem tropischen Regenwald Westafrikas und Südamerikas und ist mittlerweile in den gesamten Tropen anzutreffen.

Seine Bedeutung für die Menschen in der Casamance sollte nicht unterschätzt werden: Aus dem Kapokbaum wird u. a. Kapok gewonnen, außerdem werden die Samen aufgrund ihres hohen Anteils an fettem Öl (bis zu 25 %) regional für die Herstellung von Seife oder Speiseöl verwendet. Aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung kommt Kapok auch bei der Wundversorgung zum Einsatz. Die Abkochung der Ceiba pentandra-Rinde wird als Diuretikum, Aphrodisiakum und zur Behandlung von Kopfschmerzen sowie Typ-2-Diabetes benutzt. In der traditionellen Medizin wird Kapok darüber hinaus benutzt um Durchfall, Bluthochdruck, Schwindelgefühl, Verstopfung, Fieber, Geschwüre, Lepra, Bronchitis, Dysenterie, Hautkrankheiten, Arthritis, Augenkrankheiten, Insektenstiche und Infektionen zu behandeln.

Quellen und weiter Informationen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kapokbaum

http://www.complements-alimentaires.co/kapokier/#kapokier_proprietes_therapeutiques_et_medicinales

http://herbs-treatandtaste.blogspot.sn/2012/04/kapok-tree-saved-from-being-endangered.html

https://kapokfibersuppliers.com/14-benefits-of-kapok-fiber-disease-health-environment-life/

https://medicinalplants101.blogspot.sn/2012/10/kapok.html

3. Mai 2017

Projektbericht Mai 2017

Wie bereits im letzten Bericht angekündigt, haben wir unser Haus renoviert und durch den Einbau neuer Türen weitere separate Räume geschaffen. So haben wir einen Empfangsraum für Besucher und Kunden mit einem daran angeschlossenem Raum für die Apotheke für natürliche Medizin. Dort kann nun Pflanzenmaterial getrocknet, verarbeitet und in einem Regal sachgemäß gelagert werden. Zudem bauten wir ein großes Regal auf, in welchem aus unserer vielseitigen Literatur eine Bibliothek für Naturheilkunde, nachhaltige Landwirtschaft und afrikanische Geschichte und Kultur entsteht.

Erfreulicherweise hatten wir während der Touristensaison bis Ende März nahezu jeden Tag Besucher im Garten, welchen ich während der Führungen vor allem die verschiedenen Heilpflanzen im Garten näherbringe, sowie die Produkte der Apotheke und unsere nachhaltigen Technologien (Müllverbrennungsofen, solarthermische Anlage etc.) vorstelle. In der Baumschule wurde mit dem Verkauf von Jungpflanzen begonnen und wir konnten eine größere Bestellung für ein Permakulturprojekt nahe Cap Skirring an Land ziehen. Auch konnten in der Apotheke bereits einige Kräuterpulver, Tinkturen und Öle verkauft werden. Sante Yalla.

Zahlreiche Gäste und Freiwillige verbrachten teilweise mehrere Wochen in Sarsarale und haben sich je nach Fertigkeiten und Interessen im Projekt eingebracht.

Im April waren Anke, Jens mit seiner Tochter Paula, sowie Thomas und Meike mit ihren drei Kindern in Sarsarale und haben vollen Einsatz gezeigt. So wurde das Haus neu gestrichen, das Logo im Eingangsbereich erneuert, sowie die Seitenwand zum Heilpflanzengarten mit Illustrationen für den Gartenlehrpfad bemalt. Auch wurden neue Regale in der Küche gezimmert, Schlösser ausgewechselt, Wasserleitungen gelegt und Elektroinstallationen durchgeführt. Auch konnte Jens sehr viel teilweise gespendetes Material aus Deutschland mitbringen, welches im Projekt dringend gebraucht wird. Vielen Dank für all Eure Unterstützung; herzlich willkommen bald wieder!

Derzeit beschneiden wir einige Ölpalmen, um mehr Licht für die Solaranlage zu schaffen und drehen mit David, einem guten Freund aus Deutschland Videos rund ums Projekt, wofür wir einen YouTube-Kanal „Sarsarale“ starten wollen.

In der kommenden Zeit soll neben der täglichen Gartenarbeit

*die Apotheke um weitere Produkte (aus Garten- und Wildpflanzen) erweitert und mit Etiketten professionalisiert werden;

*die Bibliothek entstehen;

* der Gartenlehrpfad um weitere Pflanzenschilder (botanischer Namen, franz./engl. Bezeichnung, lokale Sprachen (Wolof, Mandinka, Diola), sowie Verwendungszweck) erweitert werden;

*die Baumschule und die Komposterzeugung gesteigert werden;

Wir haben viel zu tun und die Regenzeit steht vor der Tür. Bonne chance, inshallah!

Ausdrücklich vielen Dank an alle Unterstützer unseres Vereins und Projektes, seid gesegnet.

Johannes Ortner

SARSARALE!