Malaria ist immer noch eine der großen Geiseln der Menschheit.  Das Folgende soll Euch  einen schnellen Überblick über die Krankheit geben. Weiterhin stellen wir Euch die Grundlagen unserer Arbeit vor, die sich um  die Herstellung und Verteilung von Artemisinin dreht. Nicht zuletzt wollen wir auf die Tragödie aufmerksam machen, die sich in der Casamance (die Heimatregion unseres Vereins) abspielt, einer von vielen schwelenden Konflikten unserer Zeit.

Inhaltsverzeichnis

  1. Malaria
  2. Malariavorsorge mittels Artemisinin
  3. Konfliktregion Casamance

Malaria

Die weltweit bedeutendste Infektionskrankheit ist Malaria, die 2010 für 216 Mio. Krankheitsfälle verantwortlich war. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist ca. 655.000 Todesfälle aus, die auf Malaria zurückzuführen sind. Die traurige Realität hinter dieser Statistik ist, dass mehr als 80% dieser Todesfälle auf Kinder unter fünf Jahren entfallen. Malaria tritt dabei hauptsächlich in den Tropen auf und hat starke Auswirkungen auf die Ökonomie und die sozialen Strukturen der betroffenen Endemiegebiete. Die Regionen Afrikas südlich der Sahara sind besonders von der Krankheit betroffen; Armut, Korruption und Umweltkatastrophen führen hierbei zu einer Verschärfung der Situation.
Sarsarale engagiert sich in der Malariavorsorge in der senegalesischen Region Casamance. Armut, ein lang anhaltender politischer Konflikt und ein ineffizientes Gesundheitssystem führen dazu, dass die Malariafälle in den vergangenen Jahren nicht rückläufig waren. Malariapräparate sind für viele Familien in den Casamance kaum erschwinglich.

Malariavorsorge mittels Artemisinin

Das derzeit potenteste kurative Malariamittel ist Artemisinin sowie dessen Derivate, welche als Kombinationspräparate von der WHO empfohlen werden. Die günstigste Herstellungsmethode von Artemisinin ist die Extraktion des Wirkstoffes aus den oberirdischen Pflanzenteilen der Artemisia annua. Trotz großer Erfolge im Anbau und der Züchtung ist das Angebot des Wirkstoffes in den Ländern Afrikas südlich der Sahara sehr gering. Daher ist die Therapie mit Artemisinin  für die betroffenen Menschensehr teuer.
Die Pflanze Artemisia annua, auch chinesischer Beifuß genannt, wird als Tee bereits seit mehr als 2000 Jahren in China als gängiges Therapeutikum gegen Malaria angewandt. Wildpflanzen verfügen dabei nur über einen geringen Artemisingehalt. Durch Züchtungen ist es allerdings gelungen, den Artemisingehalt in der Pflanze stark zu erhöhen.
Auf unserem Vereinsgrundstück in Kafountine in der Casamance konnten wir eine potente Pflanzenzucht etablieren. In Zusammenarbeit mit Dr. Sanjang tragen wir dadurch aktiv dazu bei, dass arme Bevölkerungsschichten eine wirkungsvolle Malariabehandlung erhalten.

Konfliktregion Casamance

Seit mehr als 30 Jahren ist die Casamance, im südlichen Senegal zwischen Gambia und Guinea-Bissau, Schauplatz eines blutigen Konfliktes, der in der vergangenen Dekade ca. 5000 Tote und unzählige Verletzte forderte. Seit 2010 hat sich der Konflikt weiter aufgeheizt, da die senegalesische Regierung verstärkt Luftangriffe auf Stützpunkte der Rebellen durchführte, die für die Unabhängigkeit der Casamance kämpfen.
Die Leidtragenden dieses Konfliktes sind nicht nur die Opfer der Gewalt, sondern die gesamte Bevölkerung in der Casamance. Die fruchtbare Region bleibt seit Jahren hinter den landwirtschaftlichen Möglichkeiten zurück. Der einst blühende Tourismus ist mittlerweile fast zum Erliegen gekommen; massive wirtschaftliche Einbußen für die gesamte Region sind die Folge. Die Menschen in der Casamance haben deshalb nur einen sehr eingeschränkten Zugang zu staatlichen Dienstleistungen im Gesundheits- und Erziehungswesen.  Hier ein weiterführender Artikel aus der Zeitschrift Forum Weltkirche.